Grille oder Ameise? Warum dein Marketing für 2027 im Herbst beginnt

Was die lustige Grille mit deinem Marketing zu tun hat
Kennst du noch „Die lustige Grille“? Das Bilderbuch mit den ausgestanzten Löchern in den Seiten, durch die man schon die nächste Landschaft sehen konnte? Für viele, die im Osten groß geworden sind, gehört es zu den Büchern, die man nie ganz vergisst.
Die Geschichte ist schnell erzählt. Den ganzen Sommer über spielt die Grille auf ihrer Geige. Die Ameisen schuften derweil, tragen Vorräte in ihr Haus und hören abends ein wenig zu.
Dann kommt der Winter. Die Grille steht in der Kälte, ohne Dach und ohne Vorrat. Und die Ameisen holen sie herein. Zum Dank spielt sie zum Tanz auf, und alle verbringen den Winter gemeinsam.
Ein wunderschönes Ende. Nur leider läuft es im Business-Alltag selten so. Im Januar klopft meistens niemand an die Tür und holt uns ins Warme. Da müssen wir schon selbst vorgesorgt haben.
Genau darum geht es in diesem Artikel: warum der Herbst die beste Zeit ist, dein Marketing für das kommende Jahr vorzubereiten, und wie du das ganz konkret angehst.
Warum der Januar-Start so oft scheitert
Jedes Jahr im Januar beginnt dasselbe Schauspiel. Die Fitnessstudios sind voll, die Vorsätze groß. Und bei vielen Selbstständigen steht ganz oben auf der Liste: „Dieses Jahr werde ich endlich sichtbarer.“
Die Energie ist echt. Der Wille auch. Und trotzdem ist es Mitte Februar oft wieder still um die guten Vorsätze.
Das liegt nicht an mangelnder Disziplin. Es liegt am Zeitpunkt. Im Januar kommt alles auf einmal zurück: Kundentermine, Steuerunterlagen, liegengebliebene Mails, das volle Leben. Wer erst dann anfängt zu überlegen, was er eigentlich will, plant mitten im Sturm.
Dazu kommt: Ohne Plan wird Marketing schnell zu Aktionismus. Ein Post hier, eine Idee dort, ein neuer Kanal, weil alle davon reden. Das kostet viel Zeit und bringt selten das, was man sich erhofft hat.
Warum der Herbst die beste Planungszeit ist
Wer in Mecklenburg-Vorpommern lebt, kennt diesen Moment im Oktober. Die Strandkörbe verschwinden, die Promenaden werden leerer, und plötzlich ist wieder Platz. Für lange Spaziergänge an der Ostsee, für Gespräche ohne Zeitdruck, für Gedanken, die im Sommer keinen Raum hatten.
Die Gastgeber:innen hier wissen längst, was das bedeutet. Wer im nächsten Juli ausgebucht sein will, kümmert sich nicht im Juni darum. Sondern jetzt, wenn es ruhig wird.
Mit deinem Marketing ist es genauso. Der Herbst bringt drei Vorteile, die du im Januar nicht hast:
Du hast die Zahlen des Jahres. Du weißt, welche Angebote liefen, woher deine Anfragen kamen und was nur Zeit gekostet hat.
Du hast Abstand. Die Saison klingt aus, der Druck lässt nach. Entscheidungen lassen sich mit klarem Kopf treffen statt aus dem Bauch heraus.
Du hast Vorlauf. Was du jetzt planst, kannst du im Dezember vorbereiten. Im Januar musst du dann nur noch starten.
In fünf Schritten zu deinem Marketingplan für 2027
Du brauchst dafür kein Wochenende im Seminarhotel. Ein paar ruhige Stunden, eine Tasse Tee und ein Notizbuch reichen völlig.
1. Schau ehrlich zurück
Bevor du Neues planst, lohnt sich ein Blick auf das, was war. Nicht nach Gefühl, sondern mit Fakten.
Woher kamen deine Anfragen und Aufträge in diesem Jahr? Empfehlung, Google, Instagram, LinkedIn, Netzwerk?
Welche Posts oder Themen haben echte Reaktionen ausgelöst, also Nachrichten, Gespräche oder Buchungen, nicht nur Likes?
Wofür hast du viel Zeit investiert, ohne dass etwas zurückkam?
Oft zeigt sich hier schon etwas Überraschendes. Der Kanal, auf den man am meisten Energie verwendet, ist nicht immer der, der die Kund:innen bringt.
2. Setz dir ein Ziel statt zehn
Die Versuchung ist groß, alles auf einmal anzugehen. Neue Website, mehr Reels, endlich ein Newsletter, vielleicht noch ein Podcast.
Wähle stattdessen ein klares Sichtbarkeitsziel für das erste Quartal. Zum Beispiel: „Ich möchte, dass mich Unternehmer:innen in meiner Region als Expertin für mein Thema wahrnehmen.“ Oder: „Ich will über meine Website zwei Anfragen pro Monat bekommen.“ Ein Ziel, das du benennen kannst, kannst du auch verfolgen.
3. Denk deine Themen voraus
Nimm dir einen Jahreskalender und trag grob ein, was ansteht. Eigene Angebote und Launches, saisonale Anlässe, Feiertage, Branchenevents.
Gerade in MV mit der starken Saison ist das ein echter Vorteil. Wer weiß, dass im Frühjahr die Nachfrage anzieht, kann im Februar schon sichtbar sein, statt im Mai hinterherzulaufen. So entstehen Inhalte nicht mehr spontan am Montagmorgen, sondern haben einen roten Faden.
4. Mach den Website-Check vor dem Jahreswechsel
Deine Website ist der Ort, auf den alle deine Posts, Anzeigen und Empfehlungen verweisen. Wenn dort veraltete Preise, alte Fotos oder Angebote stehen, die es so nicht mehr gibt, verpufft deine ganze Sichtbarkeit.
Prüfe deshalb jetzt: Stimmen deine Angebote und Preise noch? Ist sofort klar, was du machst und für wen? Gibt es einen einfachen Weg, dich zu kontaktieren? Und wie sieht das Ganze auf dem Handy aus?
5. Plane realistisch
Der beste Plan ist der, den du tatsächlich umsetzt. Überlege ehrlich, wie viel Zeit du pro Woche für dein Marketing hast. Sind es zwei Stunden, dann plane für zwei Stunden.
Lieber zwei gute Posts pro Woche über das ganze Jahr als fünf im Januar und danach Funkstille. Kontinuität schlägt Perfektion, gerade bei Social Media.
Drei Stolperfallen, die du dir sparen kannst
Den Plan zu groß machen. Ein Marketingplan ist kein Geschäftsbericht. Eine Seite mit Ziel, Themen und Wochenrhythmus reicht für den Anfang völlig.
Jeden Trend mitnehmen wollen. Nicht jeder neue Kanal und nicht jedes neue Format passt zu dir. Frag dich lieber: Wo sind meine Kund:innen wirklich unterwegs?
Den Plan nie wieder anschauen. Der schönste Plan hilft nichts, wenn er in der Schublade liegt. Trag dir jetzt schon einen festen Termin pro Quartal ein, an dem du kurz prüfst, was läuft und was du anpassen willst.
Ein bisschen Ameise im Herbst
Ich mag die Grille übrigens immer noch. Die Musik, die Leichtigkeit, der Sommer, das alles gehört dazu. Gerade als Selbstständige brauchen wir diese Zeiten, in denen nicht alles durchgeplant ist.
Aber ein bisschen Ameise im Herbst schadet niemandem. Ein paar Stunden Planung jetzt können der Unterschied sein zwischen einem Januar voller Druck und einem Januar, in dem du einfach losläufst.
Wenn du dir bei der Planung Unterstützung wünschst, sei es für deinen Social-Media-Auftritt oder für deine Website, dann melde dich gern bei mir. Gemeinsam schauen wir, was zu dir, deinem Alltag und deinen Zielen passt.

Wer steckt hinter Marketing to go - MV ...
Mein Name ist Beate Hintze. Ich bin die Gründerin und Inhaberin der Agentur Marketing to go - MV. Ich kreiere mit Leidenschaft und Empathie Websites, Logos & Co. - und alles mit Persönlichkeit. Am allerliebsten aber helfe ich dir dabei, dir eine komplette Unternehmenspräsenz aufzubauen. Mit Ruhe und Gelassenheit stehe ich dir zur Seite und unterstütze dich auf deinem Weg in die Sichtbarkeit.
Ich freue mich auf Dich!
Deine Bea 💛
Ich freue mich, von dir zu hören!




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